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war über das Bezeigen der alten Verbündeten seines Hau-ses nicht wenig erbittert.
Man würde die Seemächte mißverstehen, wenn manannähme, sie seien zum Kriege entschlossen gewesen: sieblieben immer dabei, daß sie eine Aussöhnung zwischenÖstreich und Preußen versuchen wollten; aber was ließsich davon erwarten, sobald sie der Königin von UngarnHoffnung gaben, wenn es zu einer solchen nicht komme,mit ihr gemeine Sache zu machen? Friedrich bemerkte, esliege ein Widerspruch darin, einen Hof zur Nachgiebigkeitaufzufordern und ihm zugleich Unterstützung anzubieten.
Die Haltung der Seemächte übte einen großen Ein-fluß auf Rußland aus, doch wirkte hier der unaufhör-liche Wechsel der vorwaltenden Persönlichkeiten, der indieser Zeit Statt fand, auch an und für sich auf dasVerhältniß mit Preußen zurück.
Nach dem Tode der Kaiserin Anna erschien zuerst derOberstkammerherr Biron, im Namen des von ihr anerkann-ten aber kaum ein paar Monate alten Iwan III, als Regent,kraft eines Testaments, das ihm die außerordentlichsten Be-fugnisse ertheilte; allein nur wenige Wochen konnte er sichbehaupten. Noch im November 1740 mußte er der Mut-ter des jungen Kaisers, Großfürstin Anna, weichen, diesich mit Hülfe des Feldmarschall Münnich als Regentinin seiner Stelle erhob; der Feldmarschall trat als ihr er-ster Minister auf. Und dieser nun, der aus den letztenTürkenkriegm nicht als Freund und Bewunderer von