ein Bündniß mit Frankreich im Angesicht eines allge-meinen Krieges, eine so große Abweichung von der alt-hergebrachten brandenburgisch-preußischen Politik, daß maneine natürliche Scheu trug, sich ohne die äußerste Nothdazu zu entschließen. Wie in den früheren Epochen, sohatte sich Brandenburg auch in dem letzten Jahrhundertfast immer zu Ostreich gehalten. Nur dann und wann,zu den Zeiten des westphälischen Friedens, nach dem Ab-kommen von St. Germain war es einer anderen Politikgefolgt, hatte aber bald wieder eingelenkt. Wenn es jetztin den vorgeschlagenen Bund trat, mit so viel größeren ei-genen Kräften, bei so viel weiter entwickelter Macht vonFrankreich, so war dies ein Schritt, dessen Folgen, mochtensie glücklich oder unglücklich sein, sich nicht übersehen ließen.
Dies ist der vornehmste Grund weshalb Friedrich nocheinmal inne hielt; er entschloß sich noch einmal die mit.den alten Alliirten eröffneten Unterhandlungen lieber fort-zusetzen; die Möglichkeiten einer gütlichen Abkunft mit Ost-reich sollten ganz erschöpft werden.
Auch schien es nach der Schlacht, wie dem russischenHofe, so besonders dem englischen wieder Ernst zu wer-den mit ihrer Vermittelung.
Anfang Mai erschien ein englischer Gesandter, wieihn der König gewünscht hatte, nicht allein von einigemNamen und Ansehen, sondern auch als ein Mann vonGeradsinn und Zuverlässigkeit gerühmt', der im Paria-
1. Ilomme par Za droüure cancleur et. intLAritv. Es
war John Carmichael, of rhncUoi-6, Mitglied des Unterhauses