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Zweiter Band.
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fern sie nur gesund und stark waren. Auch wenigergut aussehende Pferde ließ er sich gefallen; für Husa-ren und Dragoner polnische und tartarische, welche sichleichter bewegten. Dann ward keine Mühe versäumt,Mann bei Mann so einzuüben, daß sie ihrer Thiere Mei-ster wurden, und alle Bewegungen mit vollkommener Leich-tigkeit ausführten; hierauf erercirte man sie in Reih undGlied mit derselben Sorgfalt. Man weiß daß Friedrichbei der Cavallerie weniger Werth als bisher auf dasSchießgewehr legte; er war der erste, der ihren wesent-lichen Charakter wieder erkannte. Seine Reiter solltengeübt werden, sich rasch und geschickt zu bewegen, undvor allem einen Anfall, die blanke Waffe in der Hand,auszuführen ohne zu schwanken, noch sich zu brechen, ineiner bestimmten Richtung nach dem gegebenen Ziele. Indiesem Sinne ward nun gleich damals eine durchgrei-fende Reform begonnen. Über einige Fragen hat Fried-rich den Fürsten von Dessau und wohl auch Andere zuRathe gezogen, es war das tägliche Gespräch der Kriegs-vcrständigen; auch der französische Gesandte versichert,seine Meinung gesagt zu haben, obgleich sie mit der desKönigs nicht übereinstimmte. Zugleich aber kam esdarauf an, nach so viel erlittenem Verluste sie auchäußerlich wieder herzustellen. Ende Juli war der Königso weit, daß er mit seiner neugebildeten Reiterei bereitsöffentlich hervorzutreten wagte; er lud die Gesandten einihren Übungen beizuwohnen: nicht ohne Genugthuung hielt