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er Heerschau über die 62 Escadrons die bei ihm waren,an denen kein Mann fehlte und deren Pferde sich allein einem Zustande zeigten als kämen sie aus der Gar-nison. — Von nahen Anhöhen sahen östreichische Husa-ren diesen Übungen ihrer künftigen Nebenbuhler zu.
Noch eine andere Sorge beschäftigte aber den Königin Strehlen, der Zustand von Breslau, aus welchem ihmeine immerwährende Gefahr erwuchs.
Wiewohl die evangelischen Bürger, durch deren gün-stige Stimmung die Neutralität zu Stande gekommen under selber Aufnahme gefunden, bei weitem die Mehrzahlbildeten, so hatten sie noch eine große Anzahl von Ka-tholischen neben sich, welche die Herstellung des alten Zu-standes wünschten; besonders einige begüterte Italienermachten sich unter ihnen bemerkbar. Man kann denken,welche Bewegung das schwankende Kriegsglück, das Wie-dereindringen der Östreicher in die Provinz, in der Stadthervorbrachte. Die Anhänger des Wiener Hofes kün-digten ihren feindlichen Nachbaren herannahende Tage derRache an; man werde die Preußen im Dom niederma-chen; man werde über die Hälse der Lutheraner gehen.Bei einem der lautesten von allen aus der niederen Classe,einem Roßhändler, der zum 10 April für den GrafenPalfy eine Mahlzeit bereitete, wollte man gebogene Mes-ser gesehen haben, dazu bestimmt, die Evangelischen zumassacriren. Wie fühlte man dort so ganz die Bedeutungder Schlacht von Mollwitz: während derselben sind die Kin-