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quem, aber ihm bekannt war, und wo er von keinemFeinde gestört wurde. Als König Friedrich am 11 Sep-tember mit seiner Vorhut über die Neiße ging, und die An-höhen einnehmen wollte, die er sich ausersehcn, fand ersie von dem Feinde besetzt, der ihm ein paar Stundenzuvorgekommen war. Um denselben hier von vorn anzu-greifen, hätte er schwierige Niederungen passiren müssen,und noch war der größte Theil seiner Truppen nicht an-gelangt; es blieb ihm nichts übrig, als sich eine Stellungzu suchen, durch welche er Neiße zu bedrohen fortfuhr,ohne doch Brieg zu gefährden; als er eine solche beiNeuendorf gewonnen, versäumte Neipperg nicht, sich eben-falls zu befestigen.
So bewegten sich die beiden Heere, fast in gleicherStärke, und beide gut geführt, auf dem Schachbrett desKricgstheaters gegen einander. Die vornehmste Genug-thuung des Königs bestand darin, daß sich hier zuerstseine leichte Reiterei in Ansehen zu setzen begann. Eswar ohne Zweifel vornehmlich auch das Verdienst desOffiziers, den er an die Spitze stellte, der nachdem er dieim Dienst nicht ungewöhnliche Ungunst eines Vorgesetz-ten überwunden, und zum Obersten befördert worden,bald einer der berühmtesten Männer der Armee wurde.Man sah Ziechen auf engen Dämmen zwischen Morästender östreichischen Artillerie mit einer Verwegenheit entge-gensprengen, die den Feind verwirrte. Er vernichtete einöstreichisches Magazin, in der Mitte zwischen den Kanonen