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Zweiter Band.
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kehr gehalten ward, und an welcher die Königin selbstAntheil nahm, kam es auf den Bericht, den der Ge-sandte ehrlich, wie er sagt, freimüthig und ausführlicherstattete, zu dem Beschluß, Niederschlesien bis an dieNeiße sammt Breslau demselben zu überlassen. Nochhegte man jedoch die Hoffnung, daß der König durchdieses große Zugeständniß bewogen werden könne, derKönigin mit seinem Heer zu Hülfe zu kommen.

Durch Lord Hyndford, der sich jetzt zu dem MarschallNeipperg begeben hatte, und von hier aus mit dem Ad-jutanten des Königs, Oberst Golz, unterhandelte, warddieser Antrag an Friedrich gebracht; der verwarf ihn,wie man denken kann, aufs neue. Sollte er aber inder That alle Annäherung auch jetzt noch ablehnen?Sollte er das einzige Heer, das sich den Plänen derFranzosen entgegensetzen konnte, hier am Orte festhaltenund Östreich, das nur wenig andere Truppen besaß, zuGrunde gehen lassen? So vollkommen zurückweisendwaren doch die Antworten, die Hyndford aus dem preu-ßischen Lager mittheilte, bei weitem nicht mehr wie frü-her. Sie enthielten besonders, daß der König von Preu-ßen die Festung Neiße, jenseit dieses Flusses fordere, von sichselbst aber nichts als die Neutralität versprechen könne.

Von Wien aus hatte man noch einige Versuche beiden Franzosen gemacht. Ein Mitglied der Staatskanz-lei hatte sich an Belleisle in Frankfurt gewendet, derKönig von Portugal seine Vermittelung in Versailles