Dinge, die Gewohnheit des Wiener Hofes erwägend, hielter die Beobachtung dieser Bedingung nicht für wahrschein-lich, aber das hinderte ihn nicht, auf die Verabredung ein-zugehen; er überlegte, daß er alsdann von jeder Verpflich-tung frei sein werde.
In diesen Gedanken, dieser Voraussicht, ritt er am9 Oktober 1741 nach Kleinschnellendorf, nur von Goltzbegleitet, wo sich Hpndford, Neipperg und Lentulus zurbestimmten Stunde eingefunden.
Man setzte hier fest, daß Neiße durch eine Scheinbe-lagcrung dem König überliefert werden, und dieser dage-gen nicht weiter offensiv gegen die Königin und ihreVerbündeten verfahren solle; noch in diesem Jahre hoffeman einen Defim'tivtractat zu Stande zu bringen; Neip-perg erklärte im Namen seiner Königin, daß sie keineSchwierigkeit machen werde, in diesem Tractat das ge-sammte Niederschlesien, auf der einen Seite bis zur Neiße,die Stadt dieses Namens eingeschlossen, auf der andernbis an die Grenzen des Herzogthums Oppeln, abzutre-ten, mit vollkommener Souveränes und Unabhängig-keit '; wogegen der König zusagte, niemals mehr von ihrzu verlangen.
Hyndford führte das Protocoll; er hat es allein un-terzeichnet und besiegelt.
Der König forderte vor allem, sowohl für die gegen-
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