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Zweiter Band.
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zustellen gedenke; allein sein Rückzug nach Mähren ent-fernte ihn jeden Tag weiter, er erklärte endlich, er seinicht länger im Stande, die Verhandlung zu führen, auchLentulus sei es nicht; er nannte eben so wenig einenAndern, der sie hätte übernehmen können.

Wir wollen nicht behaupten, daß der König seiner-seits so recht entschlossen gewesen wäre, den Frieden zuStande zu bringen. Die allgemeine Bewegung der Dingewar noch zu heftig, die große Entscheidung zu fern undzweifelhaft, als daß er eifrig an einer definitiven Ab-kunft hätte arbeiten mögen.

Dazu kam aber, daß die Bedingung des Geheim-nisses, welche er als eine der wesentlichsten festgesetzthatte, keinen Augenblick gehalten ward. Noch im Okto-ber ging eine sehr bestimmte Nachricht über die Ver-abredung dem östreichischen Gesandten in Dresden zu,der dann damit nicht geheim hielt. Obwohl Friedrich diesvorausgesehen hatte, so war es ihm doch fast zu bald undrücksichtslos; er ließ eine große Entrüstung blicken. Inwelche Lage wäre er gerathen, bei einem so wenig ge-sicherten Verhältniß zu Östreich, wenn Frankreich darübermit ihm gebrochen hätte.

Die Schnellendorfer Abrede kann als ein soll mansagen glücklich gefundener oder mehr in dem Conflictder Dinge hervorgetriebener erster Moment des Einver-ständnisses betrachtet werden, der aber weder auf der ei-