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Zweiter Band.
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mit Frankreich getreten, und hatte den Churfürsten vonBarern zum Kaiser zu erheben versprochen, niemals abersich verpflichtet, die für die allgemeine Freiheit gefährli-chen Anschläge des Hofes von Versailles zu vollziehen.

Darin eben, daß er sich von den Alliirten des altenBundes losgesagt hatte, und nun auch nicht mit Frank-reich gehen konnte, lag die Verwickelung seines Lebens.

Von jenen beiden Wegen, die einst zur Behauptungvon Niederschlesien vorgeschlagen waren, konnte er wederden einen noch den andern einhalten, er mußte einendritten sich selber bahnen.

Fragen wir aber, welches nun seine Politik sein konnte,so ist die Summe: er mußte sich eine Selbständigkeit rc-werben, die von keiner der beiden Mächte mehr anzuta-sten war.

Ein Schritt ruft den andern hervor; bei dem Erb-recht, das er mit Gewalt der Waffen bei einer günstigenVerflechtung der Angelegenheiten geltend gemacht hatte,konnte er nicht stehen bleiben. Wenn seine Absicht Anfangsnur auf Niederschlesien gegangen war, so leuchtet ein,daß dies Land allein, wer auch immer Meister der Ge-birge bleiben mochte die es beherrschen, sich nicht behaup-ten ließ. Es war ein Gedanke, voll von dynastischem undpolitischem Ehrgeiz, die neue Erwerbung so zu verstärken,daß sie von Niemand zweifelhaft gemacht werden könne;aber es lag auch eine Nothwendigkeit darin. Entwe-der mußte Friedrich sich gefaßt machen in die alte Be-