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Heer der Mißvergnügten im Trentschiner Comitat er-schien, um jenem bei Wien die Hand zu bieten; nochein paar Jahre länger schwankten die ungarischen Angele-genheiten zwischen Unterwerfung durch die alleinige Ge-walt der Waffen und offener Losreißung, dann aberhatte sich eine durchgreifende Veränderung angebahnt.Wenn wir die Ereignisse richtig würdigen, so beruht al-les darauf, daß unter Kaiser Joseph I die Anhängervon Östreich, zum Reichstag versammelt, Beschlüsse fas-sen durften, die der alten Reichsfreiheit günstig waren;hierauf söhnten sich auch die Häupter der Mißvergnüg-ten, ohnehin in einen unhaltbaren Zustand gerathen, mitdiesen und dem Hofe aus. Von dem größten Einflüssewaren Persönlichkeiten wie Nicolaus Palfy und Alexan-der Caroly, die sich unter einander verständigten, undderen Verfahren für tausend Andere zur Richtschnur diente;doch wäre nichts erreicht worden, hätte man nicht zu-gleich die Formen und Bedingungen der Regierung fest-zustellen gesucht: der Hof leistete darauf Verzicht, Ungarnzu regieren wie die übrigen Erblande.'
Doch waren die Streitigkeiten noch keineswegcs ge-schlichtet; jener Widerstreit zwischen der höchsten Staats-
1. Bei den Conferenzen von Tyrnau im Jahr 1706 fleht manwohin die Absichten gingen: Herstellung der andreäischen Clausel oderdes Widerstandsrechtes, des Palatins und der hohen Ämter, Errich-tung eines Senates, Entfernung aller ausländischen Truppen u. s. w.Engel, Geschichte des ungrischen Reiches V, 216s; im Frieden vonSzathmar (April 1711), wozu man sich zunächst vereinbaren konnte.
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