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Zweiter Band.
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würdigte ihn ihres vertrauten Umgangs, ließ ihm einenStuhl reichen, wenn er erschien, denn schon war er hochLei Jahren, holte seinen Rath ein und befolgte densel-ben; ferner die Esterhazy und Erdödy, die in den höchstengeistlichen und weltlichen Würden standen. Durch diese wardnun auch, wiewohl nicht ohne Widerspruch, die Mitre-gentschaft des Herzogs von Lothringen durchgesetzt. Am21 September stellte ihn die Königin den Ständen vor,und in ihrer Gegenwart leistete er den Eid. Seine Rede,die er mit denselben Worten der Hingebung, Blut undLeben für die Königin, schloß, ward mit tumultuarischenVivats erwiedert. Indem ließ die Königin die Fruchtihrer Ehe, den vor kurzem so schmerzlich vermißten Er-ben, Erzherzog Joseph Herbeibringen, um ihn den ver-sammelten Ständen zu zeigen. Die Gouvernante hob dasKind hoch empor, so daß es von allen gesehen ward.Die Vivats erneuten sich, und alles drängte sich herbei,die kleinen Hände zu küssen.

Wohl war indeß auch ein Schreiben Carl Albertseingelaufen, worin er sein Erbrecht geltend machte undwider die Krönung Einspruch that; allein das Selbst-gefühl der Ungarn ward durch seine Anmuthungen viel-mehr beleidigt, da die erbliche Krone durch ihren freienWillen dem Hause Östreich auch in dessen weiblicher De-scendenz übertragen worden sei.

Dabei aber blieb es trotz dem allen, oder vielmehres war die Bedingung davon, daß die konstitutionellen