Band 
Zweiter Band.
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die Ungarn selber wünschten, zusammen, ihrer Liebe zuden Waffen und ihrem Stolze, und als sich bei den er-sten tröstenden und verheißenden Zusagen, die der Primasdes Reiches ihr gab, ihre schönen Züge, die noch die Spurder erduldeten Leiden trugen, durch einen Strahl der Hoff-nung erheiterten, entstand eine unbeschreibliche Bewegungunter ihnen; in den rossebändigenden und sreiheitliebendenNatursöhnen erwachten alle die Gefühle von Treue undTapferkeit welche sie heraufbeschwor; mit Einer Stimmeriefen sie, daß ihr Blut und ihr Leben ihr gewidmet sei.Die deutschen Minister verwünschend, in deren Mienensie Mißvergnügen und Ungunst zu lesen geglaubt hat-ten, begaben sie sich in das Ständehaus, wo sie aus ei-nen Vorschlag des Palatins und des Hofrichters, welchedie Bedrängniß und die Stimmung der Königin aus-führlicher schilderten, ohne lange Berathung mit beistim-mendem Geräusch und Zuruf ein allgemeines Aufgebotbeschlossen.

Die Königin hatte besonders die Frauen für sich,denen sie gern Gehör gab und die Rücksicht gewährte diesie wünschten — auch die geringste Edelfran ward ge-ehrt —; man kennt die Macht, welche die Frauen in Un-garn wie in Polen ausüben. Unter den Ständen schlös-sen sich ihr am meisten die Magnaten an: namentlichJohann Palst), der vor vielen Jahren schon an der er-sten Aussöhnung mit den Mißvergnügten Theil gehabthatte und jetzt zum Palatin ernannt war; die Königin