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Zweiter Band.
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Geistlichkeit zu Theil geworden. Wenigstens konnten dieProtestanten sich keiner Begünstigung rühmen, ihre An-träge wurden vielmehr schroff zurückgewiesen.

Wie von Grund aus entgegengesetzt ist doch diesesungarische Ereigniß dem schlesischen. Für das Haus Öst-reich gehören sie aber beide zusammen. Die Abtretungvon Schlesien und die Freiheiten der Ungarn sind derPreis, welchen dieses Haus einsetzte, um sich vor der In-vasion der Bourbonen und ihrer Verbündeten zu retten.

Hierauf sammelte sich wieder eine Kraft des Wider-standes im Angesicht der eingedrungenen Feinde.

Jetzt hatten diese ihren Weg sämmtlich nach Böhmengenommen. Gegen Ende Octobcr führte Graf Törringdie Baiern von Crems nach Budweis; am ersten No-vember überschritt der Churfürst mit den Franzosen dieDonau und schlug denselben Weg ein. Indessen rücktenzwei andere Truppencorps, ein französisches und einbäurisches, von der Oberpfalz in Böhmen ein; sie wa-ren am 6 November in Pilsen. Von einer dritten Seiteher überstiegen am 9 die Sachsen in verschiedenen Co-lonnen das sächsische Gebirge und zogen die Elbe auf-wärts gegen Prag.

Böhmen selbst war nicht eben besser zum Widerstandgerüstet, als Östreich, aber eine ganz andere Kriegs-macht konnte die Königin jetzt an den mährisch-böhmi-schen Grenzen dem Feind entgegenstellen, als einen Monatfrüher an der Donau.