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Zweiter Band.
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tenberg Quartier genommen, mit dem frühesten Morgendaselbst zu überraschen, i Sie wollten dem König vonPreußen gleichsam vergelten, was diesem gegen Neipperggelungen war.

Ob in der Armee die volle Freudigkeit waltete, die zueinem Unternehmen dieser Art gehört, möchte man bezwei-feln, wenn man sieht, daß Prinz Carl es für noth-wendig hielt, im Namen der Königin nicht allein, son-dern unter der Garantie der Generale zu versprechen, daßkünftig bei der Beförderung alle mögliche Gerechtigkeitbeobachtet, und namentlich Niemand wegen der ReligionÜbergängen werden sollte. Das Prinzip des Waffendien-stes war noch nicht allein herrschend in dieser Armee.

Am 16 Mai zwischen 8 und 9 Uhr des Abends setz-ten sich die Qstreicher von Ronow aus in zwei Colon-nen, denen die Reserve als eine dritte zur Seite blieb,gegen Czaslau in Bewegung. Das schwere Geschütz undGepäck ward zurückgelassen; alles was nicht Soldat war,mußte im Lager bleiben; keine Marketenderin sollte esverlassen, bei Lebensstrafe. Kein Trompetenstoß sollte er-schallen, lauter Zuruf war verboten.

Es gelang vollkommen, den nächtlichen Marsch denPreußen zu verbergen, nur dauerte derselbe, denn die

1. Man ward noch in der Nacht versichert, als ob der Feindnoch wirklich zu Kuttenbcrg »nd in denen dortig herumliegenden Dör-fern cantonniren thäte, folglich hin und wieder zerstreut wäre. (öst-reichischer Schlachtbericht, dessen Übertreibungen jedoch, z. B. die preu-ßische Cavallerie sei bis Kuttenberg zurückgetrieben worden, schon da-mals Eichel hervorhob.)