Band 
Zweiter Band.
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Bewegung: erst bei vollem Einbruch der Nacht rückte erin sein Lager ein.

Der König, der sogleich von allem in Kenntniß ge-setzt worden, war auch seinerseits erst an diesem Tage inKuttenberg angelangt, und hielt nicht für rathsam, seinermüdetetes Volk noch in der Nacht der Armee zuzufüh-ren; — aber am frühesten Morgen, mit den ausgeruhetenund erfrischten Leuten, versprach er da zu sein. Schonlängst war ihm in den schwankenden Verhältnissen un-wohl, und mit Freuden begrüßte er die Aussicht zu ei-ner Schlacht, die, wie er sagt, das Glück firire; er nahmsich aufs neue vor, dem Feinde, wenn derselbe ja nichtangreife, unverzüglich entgegen zu gehen: „wenn die Vor-sehung nicht wider uns ist, so ist er in unsern Händen."

Diesmal aber waren die Astreicher nicht gemeint, denAngriff zu erwarten. An dem Verfahren Neippergs hattenHof und Armee nach der Schlacht von Mollwitz nichtsso sehr getadelt, als sein Manövriren, Zögern, seineScheu zum Angriff zu schreiten. Als Herzog Carl ander Stelle seines Bruders den Oberbefehl übernahm,hatte er vor allem andern diesen Zauderer entfernt, undauf keine Weise durfte er ihn nun nachahmen. Sowar auch der ihm zur Seite gegebene Marschall Königs-egg gesonnen; es war ihr Auftrag vom Hofe aus.

Sie faßten den Plan, noch in der Nacht aufzubre-chen, um. die Preußen, von denen man vermuthete, daßsie, auf ihrem Marsch ermüdet, in den Dörfern um Kut-

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