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Zweiter Band.
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Die Frage ist geographischer Art. Die preußi-schen Bevollmächtigten hielten nur das größere Gewäs-ser in jenem Landstrich, das aus der schwarzen undweißen, mittleren und kleinen Oppa bei Würbenthal zu-sammenströmt, für die Oppa, so daß Jägerndorf, vonSchiesten her diesseit derselben gelegen, ihrem König zu-fiel; den kleinen Fluß, der bei Hermannstadt entspringt,sich von dort durch ein langes mit Dörfern angefüll-tes Thal nach Jägerndorf hinwindct, und unterhalb die-ser Stadt in die Oppa fällt, bezeichneten sie mit denlandüblichen Namen: Troppelwitzer oder Comeiser Was-ser. Die Östreicher dagegen behaupteten, daß dieses Flüß-chen ebenfalls den Namen Oppa trage und die eigent-liche Grenze bilde, so daß Jägerndorf auf ihren Theil falle.

Nach den damals vorliegenden geogravhischen Hülfs-mitteln konnte die Sache zweifelhaft erscheinen. Der alteHenelius, den man anführte, hat wirklich beide Flüssefür die Oppa genommen; während die homannischc Kartevon 1736 sie genau unterscheidet, und nur den ersten mitdem Namen Oppa bezeichnet. Später hat sich für dieStrecke von Comeis bis Jägerndorf der Name kleineOppa in Gebrauch erhalten, jedoch, wie die kundigstenTopographen versichern, mit Unrecht, da derselbe eigent-lich einem andern Flüßchen zukommt.'

Friedrich empfand es sehr bitter, daß er durch diebloße Ausdehnung eines Flußnamens eine ansehnliche

1. Ens Oppaland III, 22-