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Voltaire traf bei dem.König nicht eben auf eine em-pfängliche Stimmung, wenn er in dieser Zeit mit einerberedten Tirade hervorkam, worin er auf die Fürstenschalt, welche das Glück ihrer Völker auf blutigem Wegezu sichern suchen. Friedrich antwortete ihm: so lange derplatonische Staat nicht verwirklicht sei, so werde es immerFälle geben, wo ein König zu den Waffen greifen müsse,um seinen Gegnern die Genugthuung, zu der er sonstnicht gelangen könne, mit Gewalt abzunöthigcn; einKrieg sei weniger ein Unglück an sich, als eine Krank-heit; von dem letzten Fieber sei man schon wieder genesen.
Doch verbarg sich Friedrich nicht, daß die Behaup-tung seiner Eroberung noch mannigfaltige Schwierigkei-ten haben werde. Er rechnete darauf, daß man sich all-mählig gewöhnen werde, ihn im Besitz von Schlesien zusehen; für nothwendig hielt er die Garantie wie von Eng-land, so besonders von Rußland; was aber, sagt er, dieeigentliche Sicherheit dieser Besitzungen anbelangt, sowerde ich sie gründen auf eine zahlreiche Armee, einenguten Schatz und haltbare Festungen.
Eine Grundlage von allem mußte die neue Einrich-tung des Landes bilden, die indessen schon in vollemGange war.