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Zweiter Band.
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tholiken ausgeübt, der ganze äußere Bestand der Kirchezweifelhaft gemacht werden können.

Allein Friedrich verstand die Worte ganz wie sie lau-teten, und hielt auf das strengste darüber, obwohl dieevangelische Bevölkerung davon doch wieder sehr hart be-rührt wurde. Von allen den Hunderten von Kirchen,welche ihr entrissen worden, bekam sie keine einzige zurück,auch nicht da, wo sie noch immer vorherrschend war.

Dem König Friedrich lag alles daran, den Haderzweier religiösen Parteien, die über das Mein und Deinso oft mit einander gekämpft hatten, nicht wieder zu er-neuern; er hatte noch erst den Wahn abzuwehren, alswerde von Preußen eine große protestantische Reactionausgehen.

Es schien ihm genug, wie denn auch nur eben diesin dem Frieden gesagt wird, daß er den Protestanten Ge-wissensfreiheit im vollsten Umfange verschaffte. Sie hin-gen nicht mehr von katholischen Consistorien ab; aller denGottesdienst betreffenden Beschränkungen wurden sie entle-digt. Balv kamen wieder Übertritte zu ihrem Bekenntnissevor, obwohl die Regierung sich hütete sie zu begünstigen.So wie man sah, daß die alten Kirchen und ihr Ver-mögen nicht zurückgegeben werden sollten, legte jede Ge-meinde, die irgend dazu Kräfte hatte, Hand an, sich ei-nen steinernen Tempel zu bauen und einen Pfarrer zubesolden; in kurzem sind 200 neue Bethäuser entstanden,die doch erst später den Namen Kirchen erhielten.

Der Gegensatz der alten und neuen Verhältnisse tritt