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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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364 Caff. XXVI. Von Gaͤrten.

ſõ man voñ dieſer Grube außgegraben/ wieder mit hinein werffe/ weſches ſon-ſten auch eine Faͤulung verurſachet/ und dem Stamm die Nahrung entziehet.Wann es zu dieſer Zeit noch einen ziemlichen Nachſommer gibt/ und dieErde duͤrr um dieſe neu⸗geſetzte Staͤmme werden ſolte/ wie offt zu geſchehenpfleget/ ſoſolte man ſolche Erde rund um den Stamm mit Waſſer beſpren-gen/ ſolches aber mit Beſcheidenheit/ und der Sach nicht zu viel thun.

I. Von Wartung der Baͤume ins gemein/ ſamt demuͤbri-gen Werck⸗ und Garten⸗Gezeug.

Die Wartung der Baͤume iſt vornemlich Zweyerley:I. Der geſunden.II. Der ſchadhafften krancken. 1III. Vom Werckzeug/ ſozur Wartung gehoͤrig.1. Die Wartung der geſunden Baͤume⸗iſtebenmaͤſſig Zweyerley:1. Der neugeſetzten.2. Der alten/ ſo in ihrem Grund ſtehen bleiben.1. Der neugeſetzten Baͤume Wartung beſtehet in nachfolgenden Stuͤ-

iken:

1. Daß man dieſelbige nach der Einſetzung vor dem Umwerffen deßWindes verſichere/ dieſes kan geſchehen mit groſſen Stuͤtzen um den Baum/wann derſelbige groß und hoch iſt. Esſollen aber auffs wenigſte vier Stuͤtzenvon der Erde an im Boden auf Schwellen eingezaͤpfft/ und oben am Stamm/wo die unterſte Aeſte deß Baums anfangen/ mit einem auch gevierdten Jochgeſchloſſen werden. Dafern aber dergeſetzte Baum nur Arms⸗oder Schen-ckeldick/ und etlich zwantzig Schuh hoch waͤre/ auch nicht viel ſchwancke Aeſthaͤtte/ kan man eben denſelbigen einen langen Pfahl/ neben dem Stamm/ziomlicher Höhe/ jedoch unten ohne Verſehrung der Wurtzeln/ darneben ſetzen/und allenthalben/ wo es noͤthig/ den Stamm daran binden.

2. Wann demnach die neugeſetzte Baͤume wol eingewurtzelt/ undman ſich ferner keiner Bewegung oder Umreiſſung vom Winde zu befürchtenhat/ ſo iſt es gut/ daß um den Stamm/ ohngefehr 2.oder 3. Schuh weit/ keinGraß wachſen laſſe/ ſondern die Erde herum zum offtern fein behacket/ 1uck undoffen behalte/ damit der Reegn zu des Stammes Wurtzel durchdringen/ unddem Baum die Feuchtigkelt mittheilen koͤnne/ bevorab/ wann es ein duͤrrer/ ma-as Boden iſt/ und das Gras verhindert/ daß die Naͤſſe nicht durchdringenkoͤnne.

3. Wann die jung⸗gepfropffte Baͤume nach dreyen Jahren gar zu vielBoltz treiben wollen/ muß man ihnen daſſelbige/ jedoch nach Belieben/ neh-men/