cOur Auffassung der deutschen Geschichte im achtzehn-ten Jahrhundert ist es vielleicht nicht unnütz, sich einmalwenn auch nur in flüchtigen Zügen zu vergegenwärtigen,wie die Dinge im Jahre 1740 und nachher gegangen seinkönnten, ohne ein Preußen und einen Friedrich II.
Das leidet keinen Zweifel, daß beim Abgang dermännlichen Linie des Hauses Habsburg ein Krieg überdie östreichische Erbfolge ausgebrochcn wäre. Von je-der Annäherung oder Bundesgenossenschaft unabhängigwaren die Besorgnisse vor der lothringischen Übermachtund Feindseligkeit, die man in Versailles hegte, die An-sprüche des Hauses Wittelsbach, die man dort nie-mals aus den Augen verloren hatte, die Absichten desFamilienehrgeizes der Bourbonen; Frankreich würde dieGelegenheit, den alten Streit, in welchem schon so großeErwerbungen gemacht, so viele glänzende Namen empor-gekommen waren, zu Ende zu führen, und sich auf im-mer als die vorwaltende Macht aufzustellen, unter allenUmständen ergriffen haben.
Bei der Schwäche des damaligen Ministeriums und
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