Band 
Dritter Band.
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Reich bekleiden sollte. So beschränkt deren Prärogativenauch sein mochten, so gewährten sie doch noch immernicht allein Ansehen, sondern auch den mannichfaltigstenEinfluß und einen Zuwachs von Macht.

Preußen, in welchem dagegen die Idee des Tcrritorial-fürstenthums, deren wir im Eingang gedachten, in einerFülle von Kraft und einem inneren Bestand erschien, dieNiemand für möglich gehalten hätte, konnte doch nicht ge-meint sein, das Kaiserthum an sich zu bringen; noch we-niger wäre ihm der Gedanke gekommen, sich vom Reichezu trennen; demselben anzugehören war nicht so sehr einePflicht als ein Recht. Dahin aber ging sein natürlichesBestreben, die höchste Gewalt nicht in Hände gerathen zulassen, von denen es Feindseligkeiten gegen sich hätte er-warten müssen, sondern ihr vielmehr selber eine den neuenZuständen entsprechende Haltung zu geben.

Zur Vollziehung dieser Absicht war bereits währenddes Krieges das Nothwendigste geschehen: der Churfürstvon Baiern war zum Kaiser erhoben worden. So thä-tig auch die Franzosen dafür gewesen sind, so zeigen dochdie Ergebnisse, daß es ohne die Theilnahme von Preußenwohl nie dahin gekommen wäre.