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Dritter Band.
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gesehen werden, daß es wenigstens Einen Staat gab,der wenn gleich einseitig doch eine eigene Sache verfocht,über unvergleichliche Strcitkräfte gebot, und nur von sichselber Rath nahm. Denn wie unentbehrlich auch diegeordneten Formen einer allgemeinen Verfassung für einegroße Nation sind, so beruht doch ihr Heil noch mehrauf dem lebendigen und kraftvollen Geist, der die Mittelder Macht zu finden und glücklich zu gebrauchen versteht.

Dem König von Preußen war es gelungen, sich aufdas gewaltigste, unabhängig nach allen Seiten, zu erheben;doch hatte sein Krieg auch noch eine andere Folge.

Ihm gebührt, wie wir sahen, selbst ein bewußter An-theil daran, daß die Königin von Ungarn sich gegen Frank-reich behauptete; die nicht so beabsichtigte, aber natürlicheRückwirkung hievon war dann, daß sie ihre eigenen Kräftekennen und anwenden lernte. Gleich aus dem ersten Kam-pfe gingen die beiden großen deutschen Staaten in ei-ner Wafscnmacht hervor, wie sie kein früheres Jahrhun-dert gekannt hatte.

Nun aber entstand die Frage, und es ist seitdem diewichtigste für die deutsche Geschichte geblieben, wie sich beidegegen einander verhalten, ob sie sich jemals unter einan-der verstehen würden. Nicht allein das schlcsische Ereig-niß entzweite sie, sondern zunächst noch mehr die Bezie-hung zu dem Reiche.

Ostreich, der kaiserlichen Ehren gewohnt, konnte nichtertragen, daß ein anderes Haus die höchste Würde im