Band 
Dritter Band.
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land eine neue Gestalt gegeben hat: eine Säkularisationim großen Stil zu unternehmen, verbunden mit der Me-diatisirung einiger der vornehmsten Reichsstädte, um diesesneue Königreich Baiern zu gründen.

Der Kaiser ist später durch die Vorstellungen desNuntius und seines eigenen Beichtvaters bewogen wor-den, den Plan abzuleugnen, der freilich auch übertriebenins Publicum kam; damals sprach er mit großer Un-umwundenheit davon. Noch mehr aber als er selbst, oderals seine Minister, waren es die pfälzischen, welche denEntwurf ausbildeten; man sollte vermuthen, daß er auchin ihnen zuerst entsprungen sei.'

Erfüllt von dynastischem Ehrgeiz und einem lebhaf-ten Selbstgefühl von der für das Haus erworbenenStellung die sie behaupten wollten, traten sie gegenEnde 1742 mit einem ausführlichen Plane hervor, nachwelchem Baiern, um ein Königreich zu bilden, folgendeVergrößerungen erhalten sollte: 1) Oberöstreich, die Ver-lande und die schwäbischen Besitzungen, sammt einigenTyroler Grenzplätzen; 2) die nächsten großen Kreisevon Böhmen: Bechin, Prachin, Pilsen und Ellnbogen;

1. Ich finde die Sache zuerst in einer Depesche Klinggräfs ausFrankfurt vom 24 Nov. 1742 erwähnt. Man hat ihm gesagt: yu'oo

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o» avoll 3gi >'i 1a paix «in VVest^Iialie. Am 27 Nov. Ward ihmder ausführliche Plan mitgetheilt; am 8 Dec. wünscht der Kaiser, daßein Dritter sich dieser Sache annehme; sein Gesandter Rofte brachteam 13 Dec. die Forderung jener 6 Milk. Gulden ausführlich zurSprache; man hielt in Berlin für das beste, den Hof von Londonzur Einwilligung zu vermögen.