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NUN ein neues, nicht nothwendig östreichisches Kaiserthumerhoben; welch einen großartigen Nachruhm würde sichCarl VII erworben haben, wenn er eine Sache von dieserBedeutung durchgesetzt hätte.
Schon von ihm selbst muß man wohl gestehen, daßer sie nicht mit der erforderlichen Kraft und Standhaf-tigkeit in die Hand nahm; überdies aber, wenn die Bei-stimmung des Wiener Hofes jemals zu hoffen gewesenist, so ließ sich solche doch zuletzt nicht erreichen.
Gleich bei den ersten Vorschlägen machte das engli-sche Ministerium darauf aufmerksam, daß Östreich EinenPunct nie bewilligen, das Salzburgische niemals in denBesitz von Baiern gelangen lassen werde, da dieses Landden Weg nach dem innern Östreich eröffne. Wie konnteman aber überhaupt denken, daß der Wiener Hof diesesBaiern, das ihm im Laufe der Zeiten oftmals unbe-quem und widerwärtig, so eben aber höchst gefährlichgeworden war, durch Vergrößerungen irgend einer Art,wenn auch ohne eigene Verluste, noch bedeutender undselbständiger machen sollte, als es ohnehin schon war?Ganz im Gegentheil, die Königin wollte sich dessel-ben auf immer entledigen. Wenn während der Zeit,daß ihre Armeen den Streit in Böhmen ausfochtcn, diebaierisch-französischen Truppen wieder vorrückten, derKaiser in die Hauptstadt seiner Erblande noch einmaleinziehen konnte, so machte das wenig Eindruck auf sie.Mit Bestimmtheit rechnete sie darauf, im nächsten Früh-