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Dritter Band.
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unter den Prälaten den Abend ihres Lebens nach ihremWunsche zugebracht haben würde.'

Indessen nahmen die Dinge doch einen ganz ande-ren Gang.

Der König von Sardinien empfand, daß er, von al-len Seiten von den Bourbonen umgeben, seiner Selb-ständigkeit verlustig gehen werde, und traf mit der Königinein provisorisches Abkommen, wenn gleich in Formen,welche das Schwanken der politischen Verhältnisse jenerZeit recht eigen bezeichnen; er behielt sich den Rücktrittvon demselben unter gewissen Bedingungen vor. Schonein solcher Vertrag reichte hin, um auch Venedig zu be-festigen, welches den bestehenden Zustand der Dinge nachgewohnter Weise, jeder Veränderung vorzog. ^ DenHerzog von Modcna dagegen, der die Bedingungender Neutralität, die man ihm vorschlug, nicht annehmenwollte, beschlossen Östreich und Sardinien mit vereinigtenKräften zu bezwingen. Im Frühjahr 1742 erschienenihre Truppen in ziemlicher Anzahl, denn auch die Östrci-

1. In einem seiner Berichte behauptet Traun, daß alle Cardi-nallegatcn bis aus einen spanisch gesinnt seien. Castruccio Bonamiciversichert, daß die Florentiner sich den Don Carlos als Nachfolgerder Medicecr gewünscht.

2. Botta Ltoeia kl'Italia XIII, 16 behauptet, der König von Sar-dinien habe den Venezianern vorgeschlagen, alle Fremden aus Ita-lien verjagen zu helfen. In den Berichten Foscarinis, dem diese Er-öffnung gemacht sein soll, finde ich, daß der vorige König, VictorAmadeus, in seiner Einsamkeit, nachdem er abgedankt, seiner Umge-bung im vertrauten Gespräche oftmals gesagt hatte, daß eine Ver-einigung dieser beiden Mächte Italien wiederherstellen könne. Da-mals war wohl von nichts weiterem die Rede, als ein Überhandneh-men der bourbonischen Macht in Italien zu verhindern.