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Dritter Band.
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cher waren von Ungarn her einigermaßen verstärkt, immodenesischcn Gebiete. Der Herzog wagte nicht, sie zuerwarten; Montemar, der indeß an die Grenzen des Kir-chenstaates vorgerückt war, eben so wenig ihnen entgegen-zugehen. Es zog diesem viel üble Nachrede zu, daß erModcna und Mirandola im Juni und Juli 1742 vor sei-nen Augen in die Hände der Austrosarden fallen ließ.*Im August erschien dann ein englischer Commodoremit einem ansehnlichen Geschwader in dem Golf vonNeapel, und drohte die Stadt zu beschießen, wofernder König nicht die Neutralität einzugehen, und seineTruppen von dem spanischen Heere zurückzurufen ver-spreche. Der Commodore soll, seine Uhr in der Hand,nur zwei Stunden Bedenkzeit gewährt haben; unter demGetümmel des in Schrecken gesetzten Volkes unterwarfsich der König dem ihm auferlegten Gebote.

Diese Entfremdung der italienischen Staaten hinderteaber die Spanier nicht, ihre Angriffe an einer andernStelle nun erst recht ernstlich zu beginnen. Schon ein-mal zurückgedrängt, brachen sie aufs neue im December

1. Muratori hat in einem übrigens sehr gut geschriebenen Abschnittseiner italienischen Geschichte den Ton gegen Montemar angestimmt.Colletta kann hier nicht als selbständig gelten, da er Muratori bei-nahe wörtlich wiederholt. Colletta libr. I, i»-. 38: — n„m»an<loi oolzr« «lel nomio.o stava como s^etlaioee «lalle ruino; Muratori 12,2, zi. 103: cnmanil» le lioinbe ei canonate «le nemlci sgetlaioieli-anguINo «lalle sueniure. Nur daß dabei Lobkowitz mit Traun ver-wechselt ist. Man wird weniger in den harten Tadel einstimmen,wenn man sich daran erinnert, was ein spanischer Offizier eben da-mals sagte: ihre Znsanterie stehe im Kirchenstaat, ihre Cavalleriein Frankreich, ihre Artillerie in Spanien, ihre KriegScaffe in Peru.