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fenheit der Umstände als eine Niederlage betrachtet wer-den konnte.
Doch auch durch einen Sieg gestärkt, vermochte sichdie damalige russische Regierung nicht zu behaupten.
Wie es den Menschen zuweilen geht, jene unter Kai-serin Anna zur Gewalt gelangten Ausländer, ohne einenBegriff davon zu haben, daß ihre Macht auf einer ge-meinschaftlichen Grundlage beruhe, entzweiten sich untereinander und richteten sich gegenseitig zu Grunde.
Biron war von Münnich, dieser von Ostermann ge-stürzt worden; schon fühlte aber auch Ostermann denBoden unter seinen Füßen schwanken.
Die Regentin Anna war nicht ohne Verstand, abereigensinnig und in ihrem Betragen unberechenbar. Imhöchsten Grade eifersüchtig auf ihre Macht, wandte siesich wieder von dem Manne ab, dem sie den Besitzderselben hauptsächlich verdankte, und gab sich dagegenihrer nächsten Umgebung bis zur Willenlosigkeit hin.Sie brachte den ganzen Tag in den Zimmern einer ihrerHofdamen zu, wo hauptsächlich zwei fremde Gesandte, dersächsische, Graf Lynar, und der östreichische, MarquisBotta, den Ton angaben; von dem ersten, dem sie diegrößte Vorliebe bewies, glaubte man, er werde bald zuihrem Oberkammerherrn erklärt werden, und dann einenoffiziellen Antheil an der Regierung nehmen; aber schonwurden von dort aus Gnaden vertheilt, Gesichtspunctefür die äußere Politik im östreichischen Sinne gefaßt, der