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Da der Regentin eine Ahnung davon aufstieg, wasim Werke sei, so suchte sie ihn auch in dem, was ihm zu-kam, einzuschränken. Alles erfüllte sich mit Hader undZwietracht. Persönliche Feindseligkeiten beschäftigten umso mehr die Aufmerksamkeit und Thätigkeit eines Jeden,da sie einen so nahen Bezug auf die höchste Gewalt hatten.
Daher konnte es geschehen, daß sich, wenn auch nichtganz unbemerkt, doch nicht recht gewürdigt, eine dem gan-zen bisherigen Treiben entgegengesetzte Partei um dieGroßfürstin Elisabeth bildete, auf welche sich schon langedie Augen der Nation richteten.
Sie war die Tochter Peters des Großen; von schö-ner Gestalt, was sie wohl wußte, vergnügungssüchtig,leichtfertig, ausschweifend, aber zugleich gütig und vertrau-lich gegen einen Jeden, freigebig und dem Dienste dergriechischen Kirche bis zur Bigotterie ergeben; sie hattein ihrer Art und Weise etwas was dem Naturell derRussen entsprach.
Die Regentin und Anton Ulrich, Biron, Münnich undOstermann, Lynar und Botta waren ihr alle gleich ver-haßt. Daß man von ihrem Leichtsinn nichts fürchtete,kam ihren Entwürfen zu Statten, und überaus schwachwaren doch in sich selbst ihre Gegner. Sie brauchte nur
es nicht richtig ist, wenn Mannstein Nämolles ->ui- I» kussiv 111behauptet, der Hof habe die Prinzessin Elisabeth zu einer Vermäh-lung mit Prinz Ludwig zwingen wollen. Der Regentin wäre esnicht einmal angenehm gewesen, dagegen hat Ostermann daran ge-dacht, um das Haus Braunschweig in Petersburg zn erhalten.