Band 
Dritter Band.
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fahr gerathe, wenn Östreich Böhmen verlieren sollte. Po-dewils mißbilligt nicht, daß Friedrich für den Kaiser sorge,aber das hätte auch anders geschehen können'; undwenn Jemand dem Ertrinken nahe sei, habe dann einAnderer wohl die natürliche Pflicht, sich mit eigener Le-bensgefahr ins Wasser zu werfen um ihn zu retten?

Auch andere Staatsmänner der Zeit, übrigens FreundeFriedrichs, wie Lord Chesterfield, waren doch nicht zuüberreden, daß sein Verfahren in diesem Falle richtig ge-wesen sei. Was er anführe, habe allerdings Verdacht inihm hervorbringen können, aber ein vollgültiger Grund zueinem Kriege liege noch nicht darin; Hugo Grotius würdesich nicht dabei beruhigen, wenn er wieder auflebte.

Friedrich antwortete dem Lord Chesterfield, er sprechewie ein Engländer: er kenne den Unterschied nicht zwi-schen einem Kaiser, der in Wien residirc, und einem, derin der Mitte von Deutschland seinen Sitz habe, undder sei höchst wesentlich. Über Worte und Gesetzesfor-men lasse sich streiten, aber kein König von Preußen,in der Lage, wie er im Anfange des Jahres 1744,hätte folgerechter Weise anders verfahren können als erEr wolle der Freund feiner Freunde sein, aber nicht ihrgehorsamer Diener. Er wolle Leuten nicht folgen, welchenur ihre eigene Convenienz im Auge haben und ihn immer-fort in Widerspruch mit seinen wahren Interessen bringen.

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