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Dritter Band.
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an den Churfürsten von Barern gekommen, zum Raubezu machen, und an einen in Deutschland nicht einmalangesessenen Fürsten zu bringen. Nicht sowohl der Kai-ser werde dadurch beleidigt, als diejenigen die ihn gewählt,das unschätzbare Recht der Deutschen, sich ihr eigenesOberhaupt zu setzen, vernichtet. Er habe keinen andernZweck, als dem Reiche die Freiheit, dem Kaiser die obersteWürde, und Europa die Ruhe zurückzugeben.

Die sächsische Regierung, auf die es nicht ohne Wir-kung blieb, daß es „kaiserliche Auriliartruppen" seien, fürwelche Carl VII selbst den Durchzug verlange, sendete, wennauch erst nach einigem Widerstreben, ihre Commissarien indie preußischen Quartiere, um die Anstalten für Marschund Verpflegung mit den Ständen jeder Landschaft inOrdnung zu bringen. ^ Die Lebensmittel wurden vonden preußischen Truppen baar bezahlt; der sächsischeBauer schien über deren Ankunft so wenig bestürzt, daßer vielmehr sogar eine heimliche Freude darüber blickenließ, das Nöthige mit Vergnügen lieferte. Fourage,Vorspann und andere Bedürfnisse wurden gegen Quit-tung geliefert; die sächsische Regierung behielt sich vor,dem Könige oder dem Kaiser darüber eine Berechnung

1. Aus den Berichten des militärischen Abgeordneten Winterfeldvom 7 —11 August zeigt sich, daß die sächsischen ConfcrenzministerHcnneke und Rer das Verlangen an sich für reichsgesetzmäßig hiel-ten; nur daß das Heer so groß sei erregte ihnen Bedenken. Am9 schreibt Winterfeld: »ich bin nur schon zufrieden, daß ich es durchDrohen und Bitten, Schelten und gute Worte so weit gebracht habe,daß man mir glaubt wie es Ernst.» Die Sachsen verbesserten vorallem die preußische Marschroute.