beizubringen. Der Herzog von Weißenfcls, der einigeAnstalten traf, um wenigstens die Hauptstadt vor einemÜberfall zu sichern, zeigte sich doch übrigens sogar höf-lich und zuvorkommend. Und auch die preußischen Trup-pen hielten so gute Mannszucht, daß der kaiserliche Ge-sandte in Dresden dem König das Compliment machte,sie seien durch Sachsen gegangen wie die Capuziner, nurmit dem Unterschiede, daß die Mönche alles umsonst be-kämen, von seiner Armee aber alles bezahlt worden sei.
Auch die Schwierigkeiten, auf die man bei dem Ein-rücken in Böhmen stieß, waren von geringer Bedeutung;eine Verdämmung der Elbe, um die Fahrt der mit derpreußischen Artillerie beladenen Kähne zu hindern, warbald weggeräumt worden; ohne Verzug ward das Berg-schloß genommen, von wo man diese Vorkehrung hattetreffen wollen. Von dem ersten Zusammenstoßen mitöstreichischen Husaren brachte Ziechen, dem es 2 Todteund einige Blessirte gekostet, 40 Gefangene und 50 er-beutete Pferde ins Lager; man schmeichelte sich, auchbei den Einwohnern, von denen ein großer Theil fürden Kaiser gestimmt sei, keinen ernstlichen Widerspruchzu finden.
Noch in Potsdam hatte sich der König berechnet, anwelchem Tage die östreichische Armee von seinem Vorha-ben unterrichtet sein, den Rückzug vom Rhein her antreten,wann sie in Böhmen ihm gegenüber erscheinen könne.„Wir dürfen," sagt er, „mit Prag nicht zaudern, ein An-