ihr zu messen — selbst einige allzukcck gegen Beraun vor-geschickte preußische Bataillone wurden von den Östreichernnicht überwältigt' —; nachdem das erforderliche Ge-schütz angekommen, schritten die Preußen am 10 Septem-ber zur Eröffnung der Laufgräben. Der König war denganzen Tag mit Necognoscirung des Platzes und An-ordnung des Angriffes beschäftigt, und in der heiterstenStimmung. Nachdem die östreichischen Geschütze einpaar Tage besonders nach der Gegend gefeuert hatten,wo das Quartier des Königs lag, schickte der Comman-dant einen Trompeter, um sich zu erkundigen, wo dieseigentlich sei, denn er habe Befehl, seine Kanonen nichtdahin zu richten; Friedrich antwortete, sein Quartier seiim ganzen Lager allenthalben. — Ich finde wirklich ei-ner persönlichen Gefahr erwähnt, die er Hiebei bestan-den hat.
Am 12 September sollte Schwerin jene Befestigun-gen auf dem Ziökaberg stürmen. Der König begab sich
1. Die mancherlei Berichte über die Affaire bei Beraun vermeh-ren wir noch mit folgender Notiz aus einem Briefe von Eichel, dersie vom König hatte: "Wie Hake (mit 3 Bat. Ins. und 2 Grena-dierb. ) ankommt, hält sich das feindliche Corps in dem dortigen sehrhäufig befindlichen unpracticablen, doch sehr difficilen Gebirge ganzstille, als aber vermeldete Bataillone in sehr enge Defilees kommen,werden solche mit der größten Furie von allen Seiten attaquiret,wobei insonderheit die feindliche Kavallerie zwei ganz furiose Atta-quen gethan, bei allen diesen difficilen Umständen aber von unserenBataillonen dergestalt empfangen worden, daß es nicht möglich ge-wesen solche zu rompiren, sondern die feindliche Cavallcrie genöthigtworden, mit Hintansetzung bis an 500 Todten sich zu rctiriren, nach-dem die feindliche Artillerie sich vorher schon zurückgezogen.»