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Wollen wir die Gründe dieses Ereignisses erörtern,so lag der allgemeinste in jenen politischen Combinatio-nen, deren Anschein den König von Preußen zu den kühn-stcn Bewegungen verführt hat, und deren wirkliche Be-schaffenheit der Königin so gut zu Statten kam.
Die vollkommene Unbesorgtheit vor jeder Einwirkungder Franzosen und Kaiserlichen, und die Unterstützung vonSachsen, die zugleich ein geographischer Vortheil war,gab der östreichischen Strategie ein Übergewicht, dessensie sich vortrefflich bediente. Die Verweigerung einerSchlacht, wo man auch ohne eine solche siegen konnte,die Besitznahme von Kuttenberg in dem rechten Augen-blicke, der Übergang über die Elbe an wohlgewählterStelle, sind Handlungen, die das Andenken Trauns, demsie zugeschrieben werden müssen, unsterblich machen.
Daß sie aber so glücklich ausgeführt werden konnten,dazu trug noch etwas anderes bei.
Wiewohl es in diesem Jahrhundert oft so aussieht,und fast immer so betrachtet worden ist, als hänge derErfolg einer kriegerischen Unternehmung nur von den Ope-rationen der großen Heere ab, so zeigt sich doch bald,daß die Stimmung und Theilnahme der Bevölkerungeneinen großen Einfluß darauf ausübt. Die Böhmen hat-ten geschwankt, als ein katholischer Fürst m Prag er-schien, um seinen Thron daselbst aufzuschlagen; aber dasMißlingen dieser Unternehmung, alle die Unruhen undKriegsbedrängnisse, die damit verknüpft gewesen, hatten