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Dritter Band.
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mußte ihr Geschütz zurücklassen', das dann im Triumphnach dem Wiener Zeughause geführt ward; bei dem Ab-züge hatte sie einen widerwärtigen Kampf mit der erwa-chenden Feindseligkeit der Einwohner zu bestehen; in demBunzlauer Kreise, durch den sie ihren Rückweg nahm,wurde sie falsch geführt, und auf die Höhe des Jserge-birges gedrängt, wo sie, ohne Zelte und Lebensrnittel, inder härtesten Jahreszeit, leicht hätte völlig zu Grundegehen können, wäre nicht noch zur rechten Zeit GrafNassau mit einem ansehnlichen Corps von Schlesien hererschienen, um sie, wie der Befehl des Königs lautete,aus Böhmen abzuholen. Am 16 Dez. langten Nassauund Einsiedel bei Friedeberg in Schlesien an. ^

Und so kehrte Böhmen in einem Feldzug von zweiMonaten vollständig wieder unter die Herrschaft der Kö-nigin zurück. Die östreichische Armee war selbst verwun-dert, daß sie ein großes Königreich erobert habe, in sokurzer Zeit, ohne Schlacht noch Belagerung.

1. KriegSrechtliches Erkenntniß in Sachen der Räumung vonPrag gegen den Generalm. von Einsiedel (denn der Führer dieserTruppen ward vor ein Kriegsgericht gestellt, aber von demselben frei-gesprochen), 16 Febr. 1745, bei Schöning Nachrichten zur Geschichteder Artillerie, I, S. 444.

2. General Nassau, in seinem Berichte vom 16. Dez , bemerkt,daß schon das Gerücht von Succurs dem Einsiedelschen Corps Ge-legenheit verschafft habe, sich vom Hochwalde herabzuziehen. InSchwert« (in der sächsischen Lausitz) stellte sich beim Rückzug einsächsischer Lieutenant dar »mit der schriftlichen Ordre, daß er durchSachsen, als ein neutrales Land, keine armirten Truppen sollte pas-siren lassen, auch nicht ihre eigenen, so in der östreichischen Armeeenglische Auriliartruppen wären." Auf Befragen, ob er die Ordrehabe, Gewalt mit Gewalt zu vertreiben, antwortete er: »er sollte nurprotestiren."