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Dritter Band.
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auf den Beifall ihres Königs aber durften sie dabeinicht rechnen.

In der Meinung, daß der Feldzug beendigt sei, hatteFriedrich so eben den Oberbefehl in Schlesien dem altenFürsten von Anhalt-Dessau übertragen und sich selbstnach Berlin begeben. Der Einbruch der Hstrekcher warihm in demselben Grade widerwärtig, als die Königinihn wünschte; in dem ersten Eifer machte er sich selbstauf, um sie wieder zu verjagen; als er aber in Liegnitzden Fürsten gesprochen, überzeugte er sich doch, daß seineGegenwart nicht nöthig sein werde; er beschloß, dem Für-sten, der es bitter empfunden hatte, daß er bei dem Un-ternehmen auf Böhmen nicht mit herbeigezogen worden,und um so glücklicher war, daß ihm jetzt eine selbständigeHeerführung anvertraut blieb, die Sache zu überlassen.

Einige Schwierigkeit hatte es zwar mit ihm allezeit.Seine Art zu befehlen regte das Selbstgefühl der ihmZunächststehenden auf; bald war er in mancherlei Strei-tigkeiten mit dem Präsidenten von Schlesien, GrafenMünchow, so wie mit dem General Walrabe verwickelt;seine Vorbereitungen, umfassend und bis in das Kleinstegenau, kosteten ihm auch diesmal viel Zeit; erst am9 Januar 1745 war er so weit, daß er die Neiße über-schreiten und auf die Hstreicher losgehen konnte.

Einen merkwürdigen Anblick gewährten die beidenDcssauer, Fürst Leopold, nun von Alter und Krankhei-ten gelähmt, aber immer gefürchtet, von Freund und Feind

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in.