berung von Schlesien zugegeben, und dadurch eine Ver-mehrung der preußischen Armee auf 140000 M. habemöglich werden lassen. Was der Russische Hof früher selbstgewünscht, die Vermählung einer preußischen Prinzessinnach Schweden, bezeichnete setzt Bestuchef als einen Kunst-griff Friedrichs, der nun dort durch seine Schwester aufdie Herstellung der monarchischen Gewalt arbeiten lasse, umsich derselben zum Widerstand gegen Rußland zu bedienen;auch in Polen verschaffe er sich eine Partei. Wahres undFalsches wurde vermischt, um einen Eindruck bei derKaiserin Elisabeth zu machen, die nicht mehr unempfäng-lich dafür war. Ihre ursprünglich für Frankreich undPreußen günstige Stimmung war dadurch verändert, daßeine Depesche des französischen Gesandten Chetardie, wo-rin er von ihrer Vergnügungssucht und Arbeitsscheu inabschätzigen Worten sprach, und ein sehr unvortheilhaf-tes Bild des russischen Hofes entwarf, aufgefangen, undvon den Feinden der französischen Allianz der Kaiserinvorgelegt wurde. Die Verdienste, die sich Chetardie jemalsum sie erworben hatte, geriethen hierauf in Vergessen-heit; Elisabeth war sehr geneigt, die äußeren Bezeigungender Unzufriedenheit, welche der Marquis Botta erhielt,für eine hinreichende Genugthuung zu nehmen, und esist kein Zweifel, daß die Ungunst, welche die Franzosentraf, sich auch auf den Verbündeten derselben, den Kö-nig von Preußen erstreckte, dem man ähnliche Äußerun-gen zuschrieb. Die verbündeten Höfe hofften, sie vollends
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