Band 
Dritter Band.
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fortwährend eine der preußischen entgegengesetzte Politikverfolgte?

An Georg II nahm man auf den ersten Blick nurRegelmäßigkeit und Strenge wahr; nie hätte er die ge-setzte Stunde versäumt; man sagt, mitten im Getümmelder Schlacht habe er eine Position genau nach der Anwei-sung der Fechtschule eingehalten; er liebte selbst seine Kinderin ehrfurchtsvoller Entfernung zu sehen, gefiel sich in ei-ner gewissen stolzen Einsamkeit; er schien kalt und theil-nahmlos; man weiß aber wohl, daß er nicht ohne Sinn-lichkeit war, wie er denn immer ein oder das andere un-gesetzliche Verhältniß unterhielt; vor allem nährte er ei-nen sehr lebendigen politischen Ehrgeiz. Wenn er sich dachte,daß er an der Spitze einer großen Nation stehe, und alsdeutscher Churfürst durch den Besitz eines Rcichslandesvom ersten Range, einen durchgreifenden Einfluß im Reicheausüben könne, daß er das Prinzip des Protestantis-mus verfechte, und zugleich die Geldquellen der englischenNation zu öffnen vermöge, so glaubte er sich persönlichzu einer großen europäischen Rolle bestimmt. Er hat die-selbe wohl niemals rein aufgefaßt, nie ohne kleine dyna-stische Vortheile in seiner Nachbarschaft, meklcnburgischeund ostfriesische Ansprüche, oder die Erwerbung eines unddes anderenBisthums im Auge zu haben; bald Verbindungmit der kaiserlichen Macht, bald Opposition gegen dieselbesollte ihm helfen sie durchzusetzen. Dabei fand er nun abereinen zwiefachen Widerstand. Der eine kam ihm aus dem