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daß einen Monat später, mehr um ein Lebenszeichen zugeben, als aus einem strategischen Grunde, Prinz Carlsein Lager veränderte, und über den Adler kam; wasdann wieder die Folge hatte, daß der König das seinenach Scmonitz, ebenfalls auf dem rechten Elbuftr, ver-legte, wo er bis in die zweite Hälfte des September blieb.
Von größerer Bedeutung war der Zug des GeneralNassau nach Oberschlcsien. Von der großen Armee inBöhmen sich trennend, nahm er seinen Weg durch dasGlatzische, nicht nach Wartha, wo man auf ihn gefaßtwar, sondern über Reichenstein, worauf die ungarischenJnsurrectionstruppen, die das Land zu beiden Sei-ten der Neiße mit Raub und Gewalt erfüllten, da sieeinen Feind in ihrem Rücken erscheinen sahen, sich nachNeustadt zusammenzogen. In der Nähe dieses Ortesgriff sie Nassau am Morgen des 11 Juli an; in demTagebuch über das Unternehmen ist verzeichnet, wie einTheil seiner Dragoner, Carabiner und Ammunition aufdie Köpft nehmend, ein ansehnliches Gewässer durchsetzte,und so auf den Feind losging zuerst die Infanterie,
1. Schreiben aus Chlum, 27Juli: "Unser Lager ist eins derallerschönsten, und gleichsam wie ein Garten anzusehen. Weil S. M.sehr scharf verboten, jemanden das geringste Leid zuzufügen, so wirduns alles im Überfluß zugeführt, und es kommen täglich über 600mit Früchten und anderem Verrath bcladene Wagen bei uns an.Berlinische Nachrichten, 10 Aug. 1745.
2. Tagebuch, so der verstorbene Generalmajor v. Sahcr über
die oberschlesische Campagne von 1745 gcsühret,-in den an-
gedruckten Nachrichten IV, 257. Das Original, mit sehr sauberausgeführten Plänen, findet sich noch in dem Staatsarchiv. Die Zei-tungen theilten schon einzelne Nachrichten daraus mit.