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Dritter Band.
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Statt fand', und nahm den lebhaftesten Antheil. Siewar dabei, als ihr Gemahl nach der Kirche zog, undeilte noch vor ihm dahin, um ihn bei allen Ceremoniender Krönung zu sehen; als er aus den Römer zurückge-kommen am Fenster erschien, war sie es, die auf demPlatze mit ihrem Schnupftuch das Zeichen zum Vivat-rufen gab; bei dem Krönungsmahle ließ sie nicht ab,was des Cerimoniells wegen einige Schwierigkeit hatte,bis sie seiner im kaiserlichen Schmuck ansichtig wurde.Wer könnte verkennen, wie viel Hingebung der Gemahlin,naive Frauenliebe in diesem Bezeigen waltet? Aber eswar auch noch etwas anderes dabei, der Genuß einespolitischen Sieges, das Gefühl, ein großes und glänzen-des Ziel erreicht zu haben.

Kaiser Franz I hatte einige gute Eigenschaften, ge-sunden Menschenverstand, Urtheil, Gedächtniß; die Rath-schläge, die er gab, sind nach der Hand oft treffend er-schienen; aber es fehlte ihm an der Wärme und demEifer einer angebornen Thatkraft; er wünschte nur dasLeben auf seine Weise zu genießen, seine Reichthümer,die er in den Banken von Venedig und Amsterdam an-gelegt hatte, wachsen zu sehen; ein Mann der dasdeutsche Kaiserthum hätte wieder erneuern können warer nicht. Wie seine Coregentschaft nur ein Schattenund Name war, so fielen auch die kaiserlichen Geschäfte,

1. Sie war hier sehr populär. Jedermann war erfreut, als sie,bei einer Audienz, eine Zeitlang auf sich warten ließ und sich dannentschuldigte. 1l 3 «zu'une voix zzour eewe reine.