Band 
Dritter Band.
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Papiere hatte er schon vorher zerstört; die übrigen zuvernichten hinderte ihn der Husaren-Rittmeister nicht, indessen Hände er gefallen war. Der König, der an seineStelle Niemand hatte, mußte ein paar Tage lang wie seinGeneral und Minister, so auch sein Secretär sein. DieRelation von der Schlacht, die in den Zeitungen erschien,ist ganz von des Königs eigener Hand. Er habe sie,sagt er, absichtlich so trocken, farblos und platt abge-faßt, damit sie von den Herren Zeitungsschreibern, dieihm nicht wohl wollten, der Ehre des Druckes würdiggehalten werde. Den Offizieren kam sie zu beschei-den vor.

Nach der Schlacht zog sich Prinz Carl erst in seinaltes Lager, dann die Elbe abwärts zurück. Der Königsetzte seinen Weg über Trautenau nach Schlesien fort.

In der allgemeinen Lage der Dinge ward durch denSieg von Soor nichts weiter geändert, als daß die Über-legenheit der preußischen Taktik und Mannszucht aufsneue bewährt war. So eben zeigte sich, daß die englischeConvention Bestand haben werde. In Trautenau empfingFriedrich die Ratifikation der mit Hannover geschlossenenAbkunft; da er an dem Ernste der Engländer oft gezwei-felt hatte, so gereichte sie ihm zu um so größerer Ge-nugthuung; er sagt, es sei die erste gute Nachricht gewe-sen, die er seit 15 Monaten erhalten habe; er knüpftedie Hoffnung daran, daß nun auch der Friede nicht mehrlange auf sich werde warten lassen.