Band 
Dritter Band.
Seite
324
JPEG-Download
 

324

und dem Prinzen Carl verabredet war, erschien der Königin ihrer Mitte. Und niemals ist wohl ein drohendesUngewitter rascher auseinandergetrieben worden. Nocham Nachmittag des 23 wurde das plötzlich aus seinerSicherheit aufgeschreckte sächsische Quartier zu Henners-dorf zersprengt, nicht ohne einen tapfern, aber fruchtlo-sen Widerstand; die preußische Armee breitete sich bisnach Görlitz aus.' In seinen Bewegungen auf das un-erwartetste gestört, und an sich nicht ganz einverstanden,entschloß sich Prinz Carl, mit der ganzen Macht, die ervor kurzem aus Böhmen herbeigeführt hatte, wieder da-hin zurückzugehen, was nicht ohne Unordnung und Ver-lust geschah. Wo er Abends sein Quartier aufschlug, er-schienen wenige Stunden nachher auch die Preußen, sodaß er in der Nacht aufbrechen und seinen Weg weiterfortsetzen mußte. Die Preußen machten die angestrengte-sten Märsche, campirten die Nacht meist unter freiem Him-mel; nur mit dem Wunsch, den Feind im offenen Feldezu finden. Nachdem dieser in der Frühe des 28 vollendsseinen Rückzug genommen, hielten sie ihren ersten Rast-tag. Sie waren um so erfreuter, da durch die Aussagender Gefangenen, und die Briefschaften die man fand, die

1. Schreiben Friedrichs an Fürst Leopold, 23, 25, 26, 27, 28Nov., bei Orlich II, 421. Ganz ähnliche gingen nach Berlin, miteinigen Zusätzen, z. B.: 3's! cowmence nres operstions le 23; c'est»ujourälrul le 27 et les ^utricliiens sout äHä a moüiä resortis 6e!s I^usace; ä ce soir il eu aura plus a 2ittsu. Rous avousistt l'irvpQssrlrle pvur aller sr vrite.