Band 
Dritter Band.
Seite
323
JPEG-Download
 

323

das dessen Sohn so eben in der Gegend von Goldbergwieder zusammengezogen, von 40000 Mann, bei welchemder König am 18 November in Person eintraf.

Er hatte sich selber vorgenommen, und dem Fürstenausdrücklich befohlen, seinen Schritt zu thun, ehe nichtdie Östreichs in das sächsische Gebiet eingerückt seien;nicht ohne volle Rechtfertigung wollte er diesmal zumWerk der Waffen schreiten.

Am 20 November geschah der Einmarsch von Lobko-witz, am 21 der des Prinzen Carl; hierauf trug Fried-rich kein Bedenken, auch seinerseits sich in Bewegung zusetzen, und den Krieg nochmals zu eröffnen.

Ich empfehle euch alle, schreibt er am 22, dem Schutzeder Vorsehung, dem Genius, der über die Erhaltung dergroßen Staaten wacht; — wenn es uns glücklich geht,so wird es die Mühseligkeit nicht sein, worüber wir unsbeklagen.

Um seinen Entschluß zu dem Unternehmen zu wür-digen, darf man nicht vergessen, daß er sich dabei einemBruch mit Rußland aussetzte; wovon eben seine Gegnernicht glaubten, daß er es wagen würde.

Am 23 November überschritt er die Queiß bei Naum-burg in vier Colonnen. Er hatte nicht lange gewählt,doch traf er den rechten Augenblick. Eben war GeneralGrüne von der andern Seite bis nach Königsbrück ge-kommen; ehe noch ein gemeinschaftlicher Plan zwischen ihm

21 *