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durchzuführen. Hat doch sogar einer der nahmhaftestenund tapfersten preußischen Generale, Goltz, in Überein-stimmung mit dem Erbprinzen von Dessau einmal dieMeinung ausgesprochen, es möchte noch viel zu fürchtensein, und den Frieden selbst mit einigem Verluste zu er-kaufen gerathen.
König Friedrich dagegen meinte, daß man auf die-sen Feind, wo möglich noch ehe er alle seine Kräftevereinigt habe, losgehen, und „die Sachsen aus Sachsenherausjagen" müsse; er war nur ungeduldig, daß derFürst von Anhalt sich erst mit Ortschaften wie Würzen,Grimma und Torgau beschäftigte und überaus langsamvorrückte.
Ein merkwürdiger Gegensatz erscheint zwischen diesenbeiden Naturen, die jetzt einmal zusammenwirken mußten.Auf der einen Seite der junge König, der nur Feuerund Leben ist, die ganze Lage der Dinge, die Gefahr desVerzuges übersieht, die Tage zählt, wo das eine und dasandere geschehen, und alles vollendet sein könne. Aufder andern der alte Anhalt, der die methodische Lang-samkeit und Vorsicht, die man an ihm kannte, diesmalnoch überbot, sich nur in den gemessensten Schritten vor-wärts bewegte, gleich als wollte er ein Lehrcrempel ge-ben, wie ein Land wie Sachsen methodisch zu erobernsei, ohne nur den geringsten festen Platz im Rücken zulassen. Der König, schon durch die Art wie Fürst Leo-