In einem Friedensschluß darf man nicht allein dieBeendigung eines Krieges sehen; ein solcher wenigstens,der nicht ein bloßer Waffenstillstand ist, bildet zugleichden Anfang einer neuen Epoche. Den gewaltigen Trie-ben der Dinge, die zum Kampfe geführt haben, wird,dem Ausschlag der Waffen gemäß, ein bestimmtes Maßund Ziel gegeben, das die Politik der folgenden Jahrebestimmen muß.
Wenn es bei dem zweiten schlesischen Kriege nur dar-auf angekommen wäre, Schlesien zu vertheidigen, so hätteman den Zweck desselben als erreicht ansehen dürfen.Welche Wünsche und Absichten auch immer die Gemü-ther bergen mochten, so hatten doch die großartigen Waf-fcnthaten des preußischen Heeres das Ansehen Fried-richs und seines Staates so mächtig gehoben, daß ereinen neuen Angriff nicht sobald zu fürchten brauchte.Er hatte so eben gezeigt, wie er einem solchen zuvorzu-kommen, und ihn, noch ehe er geschehen, gegen den Feindzu kehren wisse.
Nun war aber der letzte Krieg nicht zunächst Schle-siens halber ausgebrochen, sondern wegen der Hülfe, die
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