Band 
Dritter Band.
Seite
361
JPEG-Download
 

361

Preußen, den Franzosen und ihren Verbündeten nichtviel abgewonnen werden konnte.

Des Prätendenten zwar, der von diesen keine nach-haltige Hülse empfing, wurden die Engländer Herr. Nachseiner Rückkehr auf den schottischen Boden war ihm nocheins und das andere gelungen; kaum aber erschienen diein den niederländischen Feldzügen geübten Truppen un-ter dem Herzog von Cumberland, so mußte er in dieHochlande zurückweichen. Am 16 April kam es zurSchlacht bei Culloden, die alles beendigte: die Bergschot-ten drangen mit ihren breiten Schwertern so tapfer wiejemals auf die Engländer ein, und durchbrachen die ersteLinie, aber es ging ihnen wie den Franzosen bei Lettin-gen, ihr Vordringen führte sie in das Bereich der engli-schen Geschütze und eines wohlunterhaltenen Kleingewehr-feuers, welches sie zu Grunde richtete. Wie sah man denverwegenen Anlauf plötzlich in eine so wilde Flucht ver-wandelt.

Der preußischen Hülfe, die schon in Anspruch ge-nommen war, bedurfte England hierauf nicht mehr.

Auf dem Continente dagegen behielten die Franzosendie Oberhand. Es wäre hier nicht am Ort, ihren Kriegzu erzählen, es genügt schon, in Erinnerung zu bringen,daß sie im April 1746 Antwerpen eroberten, im Juli Mons,im August Charlcroi, Namur im September; — im Octo-ber gewann der Marschall von Sachsen die Schlacht beiRaucour. Nachdem sie gegen Ende 1746 alle östreichi-