Band 
Dritter Band.
Seite
362
JPEG-Download
 

362

scheu Niederlande, ausgenommen Luxemburg, Limburgund Geldern, in ihre Hände gebracht hatten, machten sieAnfang 1747 einen Angriff auf das holländische Gebiet.Das hatte nun zwar die Folge, daß die Veränderungzu Stande kam, welche dort schon lange vorbereitet wor-den; durch eine Empörung ward das aristokratische Re-giment gestürzt, wie 1672, und der Prinz von Oranienzum Generalcapitän und Statthalter erhoben, aber dieswar weder ein Wilhelm IN, noch ein Friedrich II; denKrieg zu führen, wohnte ihm kein Talent bei; die hol-ländischen Truppen schlugen sich unter ihnen nicht besserals vorher; bei Lafeld, Juli 1747, haben eigentlich nurdie Engländer dem Marschall von Sachsen tapfere Gegen-wehr geleistet, doch trug er abermals den Sieg davon.Die Festung Berg op Zoom, die man als das Meister-stück Coehorns und den Schlüssel von Holland betrachtete,ward, nach zweimonatlicher Belagerung, in der Nachtvom 16 September zuletzt noch durch Überraschung vonden Franzosen genommen.'

Um vieles besser gingen die Sachen der Verbündetenlange Zeit in Italien, wohin Maria Theresia nach demFrieden mit Preußen ihre besten Kräfte warf.

Noch war eine ernstliche Belagerung des Caftells vonMailand gar nicht begonnen, als die Husaren Bernclaus

1. Gl. Cronström, schon 86 Z. alt, hatte die Vertheidigung desPlatzes übernommen; er selbst hat später ein Kriegsrecht gefordert,das ihm das Zeugniß gab, er habe mehr gethan, als man von ei-nem so alten Manne erwarten könne.