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Dritter Band.
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Mehr Hin- und Herreden erweckte eine andere, demmilitärischen Charakter von Preußen, aber nicht demZustand von Ostftiesland entsprechende Forderung desKönigs; die alljährliche Stellung einer Anzahl von Re-kruten für seinen Dienst.' Hiegegen erhob sich man-nigfaltiger Widerspruch. Das Land sei ohnehin nochnicht hinreichend bevölkert; wenn man den ersten jungenMann ergreife und ihn zum Recruten mache, so werdeman die Edelhöfe, die von fremden Pächtern bewirthschaf-tet würden, veröden sehen. Noch größere Aufregung aberwerde eine solche Neuerung unter den einheimischen an-gesessenen Bauern hervorbringen; es werde ihnen uner-träglich vorkommen, wenn man ihre Söhne, welche land-tagsfähig seien, zu Soldaten wegnehme. Auf diese Vor-stellungen, die von den am besten preußisch gesinnten Stän-demitgliedern unterstützt wurden, gab der König nach, undbegnügte sich mit einer Geldzahlung an der Stelle derRecruten. ^

So kam die Convention zu Stande, welche die Grund-lage der Verhältnisse zwischen dem neuen Fürsten undder Landschaft bildete. Friedrich hätte für seine fürstlicheMacht eine größere Freiheit der Bewegung gewünscht,aber die Minister erinnerten ihn, daß hier nichts seiner

1. Seine Worte waren: wenn ihm die Stände ein jährlicheserkleckliches Quantum (an Geld) nebst einer Anzahl von Recrutenliefern würden, wolle er keine Processe mit ihnen haben.

2. Sie versprechen 16000 Thaler, wobei zugleich das Reichscon-tingent bereit war, also zusammen 10000 Thaler.