Band 
Dritter Band.
Seite
402
JPEG-Download
 

402

ein; in verschiedenen Paragraphen kommt er darauf zu-rück; er will nicht, daß die Beamten oder die Secretärein ihren Wohnungen arbeiten. Besonders bekämpft erden Mißbrauch, daß sich die Cassenbeamten in die Ge-schäfte mischen; er sagt, es sei wohl geschehen, daß sieErtraordinarien ausgeschrieben haben; ein Kreiseinneh-mer habe, um einen von ihm selbst veranlaßten Ausfall zudecken, die Contribution willkührlich erhöht; er gebietet beiLebcnsstrafe, keinen Heller zu fordern, der nicht von ihmgutgeheißen sei, und giebt neue Anordnungen für die Con-trolle. Kurz vorher war ein Fall von grober Veruntreuungvorgekommen; Friedrich befiehlt, daß alle Casfen im Landenachgesehen werden, ob sich nicht ähnliche finden. „Jetztmüsse man den alten Sauerteig ausfegen: ob jemand dieStände oder die Bauern betrüge, sei gleich; das In-teresse des Landes sei das des Königs: mit aller Schärfemüsse man auf jährlichen Abschluß und richtige Rech-nung halten." Um dem Institute seine Unabhängigkeitvon allen Nebenrücksichtcn zu sichern, erneuerte er die An-ordnung, „aus bewegenden Ursachen," daß in den Kam-mern und Commissariaten keine Eingebornen der Pro-vinzen sitzen. Er urtheilte, daß ein Jeder nach seinemTalent und seiner Einsicht gebraucht werden müsse, derÖkonom beim Verpachten, der ordentliche und zuverläs-sige Mann bei der Cassenverwaltung, der betriebsamebei der Industrie.' Höchlich zuwider war ihm das Un-

1. Aaö 4?ezt3mein noliti^ue enthält noch tDtnnine.

Huaut au ßrauä 6ireclo!re, !!. vaut nueux <zu'!1 ^ sit ^es ßens 6'esprU