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Dritter Band.
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als bei den Edelleuten, daß den Bauern ein paar Tagein der Woche abgenommen werden." Überall soll mandie wüsten Höfe besetzen, und alsdann die Dienste repar-tiern, so daß den alten Bauern die Dienste der neuenmit zu gute kommen. Wo die Güter zu groß sind,soll man sie theilen. Man soll die Herbeiziehung derBauern zu den Wolfsjagden nicht dem Gutdünken derJäger überlassen, sondern sie möglichst schonen.

Dabei blieb es, daß die Städte, die nun freilich nochzu keiner selbständigen Entwickelung gediehen waren, vonder Kammer, und besonders von den Ortscommissaren ab-hingcn. Friedrich begnügte sich, ihre Wohlfahrt den Be-amten auf das dringendste anzuempfehlen. Es geschehewohl, daß die Amtleute in der Nähe der Städte die Über-lassung von Krügen verlangen, und für diesen Fall einehöhere Pacht anbieten. „Aber das Plus ist verflucht, wel-ches durch das Unglück anderer Leute gemacht wird; aufalte Privilegien muß allerdings reflectirt werden; der wahreMehrertrag kommt durch die Industrie." Die Präsidentensollen sehen, einer Stadt durch die eine, einer anderen durchdie andere Manufactur aufzuhelfen. Man muß dafür sor-

1. Neuer Artiquel vorn in das Buch geschrieben. Dahr ichbedacht bin das Land in allen Stücken zu soulagiren und aufzuhel-fen, so weiß ich, daß eins der Ding so zu hart seind die grausamenDienste so sie thun müssen, wobei nichts als ihr Berderben heraus-kommt. Also soll in jeder Provinz und jedem Kreis, sowohl Amts-als adlichen Dörfern dahin gesehen werden, ob man es nicht so ein-richten konnte, daß die Bauern 3 Tage, höchstens 4 dienten. Die-ses wird was Geschrei geben, aber vor den gemeinen Mann ist esfast nicht auszustehen, wenn er 6 oder 5 Tage die Woche dienen soll.Die ausgeführte Instruktion fügt hinzu, die Gutsherren werden baldselbst sehen, daß die Bauern in wenigen Tagen besser arbeiten.