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Der Wahnsinn in den vier letzten Jahrhunderten / nach dem Französischen des Calmeil bearbeitet von Dr. Rud. Leubuscher
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er hat viel aus Ilippokrates und Galen geschöpft J ).Auch er lässt aber die Einwirkung böser Geister auf denmenschlichen Körper zu; er glaubt, dass die Verehrerdes Teufels durch Hülfe von Beschwörungen, Zaubereien,Talismanen Dämonen in den Körper ihres Feindes hinein-schicken können, die dort das tollste Unwesen anrichten.Die Besessenen gleichen oft in ihrer äussern Erscheinunggewöhnlichen Geisteskranken, aber sie haben das Vor-recht, in der Vergangenheit zu lesen und die geheimstenDinge zu ahnen. Sie fangen sogleich an zu zittern, wennman in ihrer Gegenwart Worte zum Preise des Herrnausspricht. Er ist selbst Zeuge eines Falles von einemDelirium gewesen, welches nur durch die Gegenwart desTeufels veranlasst, aber als solches von den gelehrtestenAerzten der damaligen Zeit verkannt wurde a ).

Ambrosius Paracus scheint in Bcziia 1 auf dieMacht der übernatürlichen Wesen sich den Theorieen derInquisitoren und der übrigen Pneumatographen anzuschlies-sen. Der Teufel zählt auf der Erde viele Anhänger;diese machen einen Pakt mit den Geistern und vernichtendurch Hülfe diabolischer Mittel die Gesundheit, indem sieden Verstand stören. Die Erfahrung und die vernünftigeUeberlegung zwingen uns zu dieser Erkenntniss; zumalauch die Gesetze die Zauberer bestrafen und doch nurwirkliche Verbrechen vor Gericht gezogen werden; eshat zu allen Zeiten solche Menschen gegeben. „Die Dä-monen verwandeln sich im Umsehen in Alles, was ihneneinfällt, in Schlangen, Kröten, Nachteulen, Raben, Böcke,Esel, Hunde, Katzen, Wölfe, Stiere, aber auch in Men-schen und in Engel des Lichts; sie heulen in der Nachtund machen Lärm, als wenn sie angekettet wären; sierücken Bänke, Tische von der Stelle, wiegen die Kinder,blättern in den Büchern, zählen Geld, werfen Gefässeauf die Erde; sie haben mehrere Namen: cacodemons,

1) Fernelii, Opera imiversa medicinal. ln fol. Genevae 1679.p. 803. 803. Gib. 2. cap. 16. p. 400. cap. 13.

2J cf. Fernei. De abditis rerum causis.